Jeder Mensch hat eine Berufung, einen tieferen Lebenssinn sozusagen. Die Berufung des Digitalbeduinen ist es in Straßencafés herumzusitzen und die Menschen zu beobachten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger... Denn die Straße kann spannender sein als der tollste Kinofilm...
Doch obwohl der Digitalbeduine mit seiner Berufung - einer herausfordernden Beschäftigung - keinesfalls alleine dasteht, ist die landläufige Meinung die, dass es viel zu schwierig sei, diese Art von Tätigkeit professionell auzuüben. Als Gastrokritiker eventuell... Aber damit wäre - so die Langeweiler - bereits das Ende der imaginären Fahnenstange erreicht. Diese uninspirierten Zeitgenossen sind nämlich der Meinung, dass das Sitzen in den Straßencafés dieser Welt, einfach kein richtiger Beruf sei. Vielmehr - so ihre Meinung - sei dies eine Aktivität, der man allenfalls im Urlaub, oder in der - meist spärlichen - Freizeit, nachgehen könne.
Paul Lafargue ("Das Recht auf Faulheit"), der wäre hingegen begeistert gewesen. Aber wer interessiert sich denn heute noch für die Meinung des exzentrischen Schwiegersohnes von Karl Marx?
Doch obschon viele der Eichhörnchen, die tagein, tagaus brav in ihren Büros sitzen, massive Zweifel am Berufsbild des Kaffeehaussitzens angemeldet haben, läßt sich der Digitalbeduine nicht von seinem Entschluss abbringen. Sein Mac, sein Surfstick und mehrere Analogkameras begleiten ihn bei seiner Reise durch die Straßencafés dieser Welt. Egal ob Wien, Berlin, Portugal, Frankreich oder Mostar... Der Digitalbeduine besucht in jeder Stadt, die er bereist, die schönsten Cafés, findet die schrägsten Geschichten und spricht mit den verrücktesten Zeitgenossen... Aber
sehen Sie selbst...
Verweis1
Verweis2
Verweis3
Verweis4